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Jagdzeiten 2025/2026


Das H5N1-Virus 2026

Quelle:Friedrich-LöfflerInstitut


Das West-Nil-Virus 2026

Zentrale Erkenntnisse aus Studien 

Eine umfassende Feldstudie zur Impfung von Zoovögeln gegen das West-Nil-Virus (veröffentlicht 2023) untersuchte die Immunantwort verschiedener Vogelarten nach der Anwendung kommerzieller Pferde-Impfstoffe: 

 

 

  • Wirksamkeit (Serokonversion): Die Studie zeigte, dass viele Vogelarten nach der Impfung spezifische Antikörper (IgG) entwickelten. Die Stärke der Immunantwort variiert jedoch stark zwischen den Arten.
  • Impfprotokoll: Bei Zoovögeln hat sich ein Protokoll mit zwei bis drei Injektionen im Abstand von etwa drei bis vier Wochen bewährt, um eine ausreichende Antikörpertiter-Bildung zu erreichen.
  • Sicherheit: Die verwendeten Pferde-Impfstoffe (inaktivierte Ganzvirus- oder Rekombinanten-Impfstoffe) wurden von den meisten untersuchten Zoovögeln gut vertragen, ohne dass schwere Nebenwirkungen auftraten. 

 

Empfehlungen für Zoos 

Aufgrund der zunehmenden Verbreitung von WNV in Deutschland (insbesondere in den östlichen Bundesländern) geben Fachorganisationen wie die EAZA (European Association of Zoos and Aquaria) und das Friedrich-Löffler-Institut folgende Hinweise: 

 

 

  • Zeitpunkt: Die Grundimmunisierung sollte idealerweise vor Beginn der Mückensaison (bis Ende Mai) abgeschlossen sein.
  • Besonders gefährdete Arten: Greifvögel (Eulen, Falken), Sperlingsvögel (Krähen, Häher) und Pinguine gelten als besonders anfällig für schwere Krankheitsverläufe und sollten vorrangig geschützt werden.
  • Vektorkontrolle: Die Impfung sollte immer durch Maßnahmen zur Mückenbekämpfung (z. B. Mückenfallen in Zoos) ergänzt werden

 

Aktueller Stand der Impfstoffe 

  • Für Menschen: Aktuell ist kein Impfstoff für Menschen zugelassen.
  • Für Pferde: In Deutschland sind drei Impfstoffe prophylaktisch verfügbar und werden von der StIKo Vet ausdrücklich empfohlen.
  • Für Vögel: Es existiert kein spezifisch zugelassener Vogel-Impfstoff. 

Quelle: NJH ( National Institutes of Health), FLI ( Friedrich-Löffler-Institut) 

Immunität nach Erkrankung am West-Nil-Virus

  • Dauer der Immunität: Studien an Haussperlingen haben gezeigt, dass neutralisierende Antikörper über mindestens 36 Monate (3 Jahre) hinweg auf einem konstant hohen Niveau bleiben. Dies reicht oft für das gesamte restliche Leben des Vogels aus und schützt ihn über mehrere Übertragungssaisons hinweg.
  • Schutzwirkung: Diese Immunantwort bietet eine sogenannte „sterilisierende Immunität“. Das bedeutet, dass die Vögel bei einem erneuten Kontakt mit dem Virus keine nennenswerte Viruslast im Blut (Viremie) mehr entwickeln und somit das Virus auch nicht mehr an Mücken weitergeben können.
  • Artunterschiede: Während viele Vögel (wie Sperlinge oder Tauben) die Infektion gut überleben und immun werden, ist die Sterblichkeit bei anderen Arten – insbesondere bei Rabenvögeln (Krähen, Elstern) – extrem hoch. Dennoch gibt es neuere Beobachtungen, dass auch Krähen zunehmend überleben und eine Immunantwort entwickeln könnten.
  • Kreuzimmunität: Eine Infektion mit WNV kann Vögeln auch einen gewissen Schutz gegen verwandte Viren (wie das St. Louis-Enzephalitis-Virus) bieten, was die Ausbreitung dieser anderen Viren in Vogelpopulationen unterdrücken kann.
  • Virus-Persistenz: Trotz einer starken Immunantwort kann das Virus bei einigen Vögeln monatelang in Organen wie Milz oder Nieren verbleiben. Dies wird als ein möglicher Mechanismus für das Überwintern des Virus diskutiert.

Quelle: NJH


Quelle: Landesjagdverband Brandenburg e.V.

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