Quelle:Friedrich-LöfflerInstitut
Zentrale Erkenntnisse aus Studien
Eine umfassende Feldstudie zur Impfung von Zoovögeln gegen das West-Nil-Virus (veröffentlicht 2023) untersuchte die Immunantwort verschiedener Vogelarten nach der
Anwendung kommerzieller Pferde-Impfstoffe:
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Wirksamkeit (Serokonversion): Die Studie zeigte, dass viele Vogelarten nach der Impfung spezifische Antikörper (IgG) entwickelten. Die Stärke der Immunantwort
variiert jedoch stark zwischen den Arten.
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Impfprotokoll: Bei Zoovögeln hat sich ein Protokoll mit zwei bis drei Injektionen im Abstand von etwa drei bis vier Wochen bewährt, um eine ausreichende
Antikörpertiter-Bildung zu erreichen.
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Sicherheit: Die verwendeten Pferde-Impfstoffe (inaktivierte Ganzvirus- oder Rekombinanten-Impfstoffe) wurden von den meisten untersuchten Zoovögeln gut
vertragen, ohne dass schwere Nebenwirkungen auftraten.
Empfehlungen für Zoos
Aufgrund der zunehmenden Verbreitung von WNV in Deutschland (insbesondere in den östlichen Bundesländern) geben Fachorganisationen wie die EAZA (European Association
of Zoos and Aquaria) und das Friedrich-Löffler-Institut folgende Hinweise:
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Zeitpunkt: Die Grundimmunisierung sollte idealerweise vor Beginn der Mückensaison (bis Ende Mai) abgeschlossen sein.
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Besonders gefährdete Arten: Greifvögel (Eulen, Falken), Sperlingsvögel (Krähen, Häher) und Pinguine gelten als besonders anfällig für schwere
Krankheitsverläufe und sollten vorrangig geschützt werden.
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Vektorkontrolle: Die Impfung sollte immer durch Maßnahmen zur Mückenbekämpfung (z. B. Mückenfallen in Zoos) ergänzt werden
Aktueller Stand der Impfstoffe
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Für Menschen: Aktuell ist kein Impfstoff für Menschen zugelassen.
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Für Pferde: In Deutschland sind drei Impfstoffe prophylaktisch verfügbar und werden von der StIKo Vet ausdrücklich empfohlen.
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Für Vögel: Es existiert kein spezifisch zugelassener Vogel-Impfstoff.
Quelle: NJH ( National Institutes of Health), FLI ( Friedrich-Löffler-Institut)
Quelle: Landesjagdverband Brandenburg e.V.